Daten-Stromkabel?

Neulich hörte ich, dass der relativ neue USB-C-Anschluss in der Lage ist, auch größere Geräte mit höherem Strombedarf bis 100 Watt zu versorgen. Dann kam mir in den Sinn, dass Apple nicht nur ein reines USB-C-Gerät (das MacBook) im Angebot hat, sondern auch demnächst den altgedienten Kopfhörer-Anschluss (3,5 mm Klinkenstecker) in den Ruhestand schicken will.


Diese beiden Informationen vermischte ich in einem Blick in die Zukunft, und was ich da sehe, gefällt mir nicht.


Was wäre wenn… irgendwann die bekannten Stromkabel ersetzt würden durch eine USB-Variante, die genug Strom liefern kann? Auf diese Weise wäre es dem Nutzer unmöglich zu verhindern, dass z.B. “Internet of Things”-Geräte sich in ein Netzwerk einklinken und unkontrolliert Daten verschicken könnten.


Egal, welches Gerät man kauft, es hat automatisch bereits über den Stromanschluss eine Internetverbindung. Die Kommunikationsmöglichkeiten der Geräte untereinander und die Ausforschung durch die Hersteller, die über die verschickten Inhalte herrschten, wäre schier unbegrenzt.


Es ist eine gewaltige Dystopie, die sich auf diese Weise anbahnt. Wir dürfen es nicht so weit kommen lassen, ansonsten verlieren wir die Kontrolle über das, was unsere Geräte über uns wissen und wohin dieses Wissen geschickt wird.


Ich empfehle daher eine strikte Trennung von Netzwerkverbindung und Stromversorgung.

© Christian Wüst 2017